Die Rollenspieler

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Rollenspiel

Was ein Rollenspiel überhaupt ist?       

Das Rollenspiel beruht hauptsächlich auf der Fantasie und Vorstellungskraft der Teilnehmer, denn es ist ein rein gedanklich, fiktives Erleben einer Handlung. Es gibt daher Rollenspiele zu den verschiedensten Themen: Fantasie, Horror, Science Fiktion und was man sich sonst nur vorstellen kann. Ähnlich wie bei einem Buch, oder einem Film erlebt man eine Geschichte, nur dass man, wie der Name bereits sagt, selber die Taten von seiner Spielfigur bestimmen kann, diesen Spielercharakter (kurz SC genannt) also spielt. Es ist, wie wenn man in einem guten Buch, oder Film eintaucht und die Hauptrolle übernimmt. Sei es Frodo, Superman, Hulk, Lara, Luke, Billy the Kid, 007, Ripley oder andere. Aber während dort die Handlung durch den Autor festgelegt wurde, kann man in einem Rollenspiel selber frei die Handlung bestimmen und so agieren wie es einen gefällt.

Was dazu benötigt wird?

Man braucht mindestens zwei Personen, aber üblich sind Gruppen von vier bis sechs (oder mehr) Personen, und wie bereits erwähnt, ist die Fantasie und Vorstellungskraft der Spieler das Wichtigste. Des weiteren benötigt man Stift und Papier, weshalb diese Art von Rollenspiel auch Pen and Paper genannt wird, sowie ein Regelwerk (bei uns Pathfinder und D&D3,5rd.), welche es für jeden Bereich unzählige verschiedene gibt. Ein Regelwerk ist zwar nicht unbedingt notwendig, vereinfacht jedoch das Spiel, da es die Richtlinien liefert und damit als Entscheidungshilfen dem Spiel gewisse Rahmenbedingungen gibt. Als letztes benötigt man die Würfel W100 Würfel, wobei je nach Spielsystem unterschiedliche Würfel benötigt werden. Die Würfel sind oftmals der am besten gehütete Schatz eines Rollenspieler, und Rollenspieler zeichnen sich meistens durch ihre vielen Würfel und noch mehr fast abergläubische Rituale aus. Bei einen Kampf ist es oftmals von Vorteil, das ganze etwas anschaulicher zu gestalten, um den Überblick über das Geschehen z.B. in einem Kampf zu behalten. Wir benutzen dazu den Bodenplan der unter einer Glasplatte liegt und auf dem wir mit wasserlöslichen Stiften die Räumlichkeiten wie etwa Mauern (Wände), oder Türen einzeichnen. Ein kariertes Blatt Papier reicht aber hier durchaus auch. Darauf stellen wir kleine Figuren (unsere Helden), oder was auch immer den Standort der Helden und ihrer Feinde darstellen, so dass der Spielleiter nicht andauernd erklären muss, wer jetzt eigentlich wo steht sondern sich auf die eigentliche Handlung konzentrieren kann. Für die Helden und ihre Feinde verwenden wir kleine Spielfiguren (meist aus Zinn und Plastik) aus der D&D Welt.


Wie funktioniert so ein Rollenspiel?  

Da man ein Rollenspiel zusammen mit Freunden und Bekannten spielt, kommen in der Story auch mehrere Charaktere mit einer Hauptrolle vor, welche alle ihre charaktereigenen Fähigkeiten und Vorteile, aber auch Nachteile und Macken haben und als Zahlenwerte auf einem Blatt den (Charakterbogen) notiert werden. Diese Werte dienen oftmals als Grundlage, um zu beurteilen, ob eine Handlung, welche der Spieler seinen Helden durchführen lassen will, auch tatsächlich funktioniert. Und damit es nicht vorhersehbar und dadurch langweilig wird, zählt man zu diesem Wert das Ergebnis eines Würfelwurfes. Die Summe zeigt dann, ob der Held die Aktion erfolgreich durchführen konnte. Doch was tun die Charakter eigentlich und wieso ist das ganze so interessant und spannend, dass man ganze Abende damit verbringt, solch ein Rollenspiel zu spielen? Ist es die verfallene, unterirdische Ruine einer geheimnisvollen alten Kultur, die nun von Monstern der Tiefe bewohnt wird und deren alte Schätze jedoch reiche Beute versprechen. Oder das verzerrte, abgebrochene, mysteriöse Notsignal eines Raumschiffs, welches in einen verbotenen Sektor im Bereich Epsilon G 813 eingedrungen ist und auf einer fremden Welt notlanden musste, welche aber auf keiner Sternenkarte eingezeichnet ist.

Da die Spieler natürlich nicht die Geheimnisse und Gefahren kennen dürfen und für die Handlung nun weitere Nebencharaktere benötigt werden, einer (oder wie bei uns, man wechselt sich der Reihe nach ab so das jeder mal dran ist) aus der Gruppe die Rolle des Spielleiters übernimmt. Nur er weiß, welche Gefahren wirklich in der alten Ruine wirklich lauern, oder was es mit dem geheimnisvollen Planeten auf sich hat. Der Spielleiter legt die Örtlichkeiten und dessen Bewohner fest (sofern sie nicht vom Regelwerk vorgeben sind), er spielt die Personen und Kreaturen, auf welche die Helden treffen, seien sie nun freundlich, oder feindlich gesinnt. Er erzählt den Spielern, was die Charakter sehen und hören, wenn sie fast geräuschlos die Geheimtüre öffnen und den dahinter liegenden Raum betreten. Er spielt die orkische Wache, welche dahinter auf seinem Posten stand und nun überrascht zu seinen Waffen greift, während er weitere Wachen zu Hilfe ruft. Er weiß auch, welchen Würfelwurf einem Spieler gelingen muss, damit sein Charakter den schweren Kasten vor die Türe schieben kann, durch welche man bereits die Schritte der heraneilenden Orks vernimmt. Der Spielleiter spielt also nicht gegen sondern mit den anderen Spieler und ist weit mehr als der Erzähler in einem Buch, oder die Stimme aus einem Film. Er ist eher der Autor des ganzen Buches, der sich das Abenteuer ausdenkt, der den Nichtspielercharakter (NSC) Leben einhaucht und dessen Können viel zu einem gelungenen Abend beiträgt. Und da der Spielleiter im Gegenzug nicht weiß, wie die Hauptakteure seiner Geschichte und die anderen Spielercharakter, reagieren, ist es auch für ihn spannend. Wenn die Orks eintreffen, bevor der Kasten vor der Türe geschoben wurde, ziehen sich die Helden wieder zurück oder fliehen sie durch eine der zwei anderen Türen, welche aus dem Raum führen. Vielleicht kämpfen sie ja auch verbissen weiter, obwohl sie inzwischen deutlich in der Unterzahl sind, und müssen sich am Ende den Orks ergeben, welche die Gefangenen zu ihrem Anführer bringen. Dieser bietet ihnen womöglich gar die Freiheit an, wenn sie es schaffen, den Eisengolem zu besiegen, welcher noch immer den Schatz in den Ruinen bewacht, hinter dem auch er her ist. Durch die Entscheide der Spieler wird der Fortgang des Abenteuers sehr beeinflusst und die Ereignisse sind auch für den Spielleiter immer wieder überraschend. Womöglich schlägt das Abenteuer auch eine ganz andere Richtung ein, als der Spielleiter erwartet und geplant hat (rechne immer mit dem genauen Gegenteil Deiner Planung), weshalb er auch ein Improvisationstalent sein muss. Doch genau dies macht es unter anderem auch für ihn so spannend. Er leitet sein Abenteuer bis der nächste Spielleiter an der Reihe ist. So erleben die Helden verschiedenste Abenteuer und werden mit der Zeit immer Stärker oder Geschickter, verfeinern ihre Kampftechniken, oder beherrschen immer erstaunlicherer Zauber und Kräfte. Vielleicht verbessern sie auch ihr Können im Schleichen, oder werden zu vorzüglichen Reitern. Womöglich werden sie durch ihre Streifzüge gar berühmt und reich, oder auch gehasst, weil ihre Taten die Pläne und Machenschaften andere durchkreuzt haben. Die Möglichkeiten und Erlebnisse sind unbeschränkt und machen den Reiz dieses Spieles aus.

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